Dieses Wandsystem besteht aus einem äußeren Profilblech (z. B. FischerTRAPEZ- oder WELLE) und einer dahinterliegenden, horizontal vor den Bauwerksstützen gespannten Stahlkassettenschale.
Die weiche, mineralische Wärmedämmung ist in die Kassetten eingelegt, bei Erfordernis zusätzlich befestigt.
Die metallischen Kassettenstege stellen erhebliche Wärmebrücken dar, deshalb sollte eine thermische Trennung zumindest durch einen Mineralfaserstreifen oder ein hartes Dichtband erfolgen.
Den Einfluss der Wärmebrücken auf den mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten kann man verschiedensten Veröffentlichungen entnehmen.
Bedenken Sie bitte, dass ohne zusätzliche thermische Trennung mehr als die Hälfte der Wärmedämmwirkung durch die Wärmebrücken verloren geht.
Sie können sich dies gut vorstellen, wenn Sie berücksichtigen, dass die Wärmeleitfähigkeit von Stahl mit 60 gegenüber 0,04 W/mK bei der Mineralfaserdämmung 1500 mal so groß ist.
Die Befestigung der äußeren Profile auf den Kassetten erfolgt mit gewindefurchenden Schrauben oder Bohrschrauben aus Edelstahl. Die innenliegenden Kassetten in Blechdicken zwischen 0,75 und 1,25 mm werden in Baubreiten von 600 mm und Höhen von 100, 120, 130 und 145 mm gefertigt.
Die Befestigung der Kassetten auf den Stützen erfolgt je nach Material mit Setzbolzen, gewindefurchenden Schrauben, Bohrschrauben oder Holzschrauben.
Die Stützweite der Kassetten kann bis zu 7,5 m bei einer Durchbiegungsbegrenzung von max. L/150 betragen. Zwischen die Kassettenstege müssen elastische Dichtbänder zur Erzielung weitgehender Luftdichtheit eingelegt werden.
Kassettenwände sind ebenfalls nicht brennbar, mit wenigen Zusatzmaßnahmen sind Feuerwiderstandsklassen bis zu W 90 möglich.
Das bewertete Schalldämmmaß Rw geht je nach Konstruktionsart von 39 - 52 dB (A), und liegt damit interessanterweise höher als bei gleich schweren doppelschaligen Trapezprofilwänden.