Alle PUR- Hartschäume von Sandwichelementen haben praktisch die gleichen Wärmedämmeigenschaften. Die spezifische, im Labor gemessenen Wärmeleitfähigkeit l10tr  liegt je nach Schaumqualität und Treibmitteltyp bei 0,21 bis 0,23 W/mK.
 
Nach deutschen Vorschriften muss dieser Wert aus Gründen der zu erwartenden Alterung des Schaumes um 10 % erhöht werden, um dann in die nächsthöhere 5er- Gruppe eingeordnet zu werden. Es gibt die Gruppen 0,025; 0,030; 0,035 usw. Alle Sandwichhersteller, die in Deutschland verkaufen, haben einen Rechenwert lR  von 0,025 W/mK für die Berechnung der U-Werte. Die Wärmeleitfähigkeit l wird ständig behördlich kontrolliert.
 
Die U-Werte (früher k- Werte) der einzelnen Sandwichelemente berechnen die Hersteller aus dem l- Wert und der jeweiligen Hartschaumkerndicke selbst.
Eine offizielle Kontrolle dieser Werte gibt es nicht.
 
Sogar bei vom Querschnitt her völlig gleichen Produkten gab es früher erhebliche, heute nach entsprechenden Hinweisen durch uns an den IFBS, eines Verbandes der Bauelementhersteller, immer noch kleine Unterschiede.
 
Es ist relativ schwierig, die effektive mittlere Schaumkerndicke bei stark profilierten Außenschalen, wie bei Dachsandwichelementen zu ermitteln.
 
Der eine Hersteller „vergisst“ dabei die Liniertiefen der Schalen zu berücksichtigen, der andere ist gar nicht in der Lage, die effektive mittlere Schaumkerndicke richtig zu ermitteln, oder er macht es bewusst zu seinen Gunsten falsch.
 
Es wurde 1995 von der TU Cottbus unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Liersch ein EDV- Rechenprogramm entwickelt, mit welchem man die k-Werte  trapezprofilierter Sandwichelemente genau ermitteln konnte. 
 
Eine Veröffentlichung in der Fachzeitschrift wksb, Ausgabe 35/1995 zeigt die von den Firmen angegebenen, die nach einem Rechenverfahren des IFBS ermittelten, und die mittels neuem EDV- Rechenprogramm richtig ermittelten k- Werte. Die Ergebnisse waren teilweise überraschend.
 
Verglichen wurden Elemente von Hoesch, Thyssen, Romakowski, Fischer und Forges Haironville.
 
Danach hatte lediglich Fischer Profil die richtigen U- Werte ihrer Sandwichelemente angegeben, beim Element T 65 sogar um 0,017 W/m²K zu Ungunsten.
 
Außer Fischer Profil hatten alle anderen günstigere, aber eben auch falsche Werte.
 
Rekordhalter war das Element Promisol 1001 TS 40 mit einem um 0,072 W/m²K geschönten k- Wert.
 
Da bekanntermaßen bei undichten Längsfugen von Sandwichelementen durch Konvektion, bezeichnet durch den a- Wert, wesentlich mehr Wärmeverlust entsteht, als durch Transmission, bezeichnet durch den U- Wert (früher k- Wert), hat dieser Punkt eine höhere Bedeutung, als eine geringe Abweichung beim U- Wert.
 
Unsere FischerTHERM Fuge mit der DUO- Dichtung und dem zusätzlichen EPDM- Dichtprofil hat hierbei deutliche Vorteile.
 
Sogar bei nicht ganz nach Vorschrift montierter Fugenbreite ist der a- Wert bei allen FischerTHERM- Sandwichelementen praktisch gleich 0, es ist kein Luftdurchgang messbar. Dies haben neuere Messungen am Fensterinstitut in Rosenheim wieder einmal bestätigt.
 
Deuz, August 2003

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