Für die Anwendung und Bemessung unserer dünnwandigen Konstruktionselemente ist die DIN 1055 – Einwirkungen auf Tragwerke – von maßgebender Bedeutung.

Ab dem 01. Januar 2007 wurde bundesweit die neue Lastnorm DIN 1055 eingeführt und ersetzt die bestehende Norm.

Im Rahmen der fortschreitenden Überführung von DIN-Standards in europäische Standards, wurde auch die DIN 1055 komplett überarbeitet. Besonders die Einwirkungen / Belastungen auf Tragwerke durch Wind, Schnee und Eis, die die Grundlage für die Bemessung der Tragfähigkeit und den Nachweis der Gebrauchstauglichkeit von Tragwerken liefern, haben sich grundlegend geändert.

Die Einbettung der Nachweise erfolgte in das neue Sicherheitskonzept, welches in der DIN 1055-100 festgelegt wurde.

Im Nachfolgenden erhalten Sie einen Überblick der wichtigsten neuen Regelungen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Deutschland ist neu in 4 Windzonen eingeteilt.
  • Neufassung der Schneezonenkarte mit veränderter Zoneneinteilung.
  • Umfangreiche neue Regelungen zu Schneeanhäufungen. Hier gibt es Formelbeiwerte, abhängig von der Bauform des Gebäudes und der Dachneigung, z.B. Pult-, Sattel-, Shed-, Tonnendach, etc., die zu eine Erhöhung bzw. Verminderung der Schneelast führen können.

Es ist zu beachten, dass die anzusetzenden Belastungen aus Schnee und Wind wesentlich differenzierter zu betrachten sind. Hierbei kommt der genauen Abklärung der Bauortdaten und der Bauform mit Gebäudeabmessungen und Dachneigungen für die Planung und Kalkulation größte Bedeutung zu.

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